Betreuungsgeld – Luftschlacht über dem Kinderbett

Kinder stehen in Deutschland nicht gerade hoch im Kurs, wie wir schon in unserem Beitrag »Die Pathologisierung der Kindheit« aufgezeigt haben. Auch die politische Diskussion darüber, wer sich wann und wie um die Kinder kümmern »muss«, ist ein Indiz dafür, dass wir von allen guten Geistern verlassen sind. Aktuell tobt die gefühlt 50.000. Schlacht um das Betreuungsgeld, von den einen als »Herdprämie« verunglimpft, von den anderen als »Herstellung der Wahlfreiheit« gefeiert.

.

Während ideologisch starrsinnige Blöcke aufeinander einprügeln, hat die Geburtenrate in Deutschland einen historischen Tiefstand erreicht. Immer weniger Menschen sind heute noch bereit, sich auf das »Abenteuer Kind« einzulassen, und wer die Diskussionen aufmerksam verfolgt, der versteht auch, warum. Während die Arbeitswelt sich immer weiter von menschlichen Bedürfnissen weg entwickelt, stehen Eltern unter dem generellen Verdacht, sowieso alles falsch zu machen. Entweder sind sie »Rabeneltern, die nicht bereit sind, Abstriche von ihrem Lebensstandard hinzunehmen, weshalb sie die Kinder ihrem beruflichen Ehrgeiz opfern«, oder aber sie sind »rückständige Heimchen am Herd, die sich einem unverantwortlichen Armutsrisiko aussetzen, wenn sie der öffentlichen Betreuung misstrauen, für die es wiederum viel zu wenig Plätze gibt, welche auch noch viel zu teuer sind und überhaupt.«

.

Im Zentrum der allseitigen Vorwürfe stehen selbstverständlich die Mütter. Väter kriegen allenfalls mal auf die Mütze, wenn sie »sich zum Hausmann degradieren lassen«, wozu sowieso nur eine Minderheit den Mut hat. Ein Gedankenansatz ist verkorkster als der andere, weshalb die Lust auf Fortpflanzung bereits unter dem Gefrierpunkt angekommen ist.

.

.

Betreuungsgeld: maximale Bürokratie ist sichergestellt

Das Betreuungsgeld selbst ist keine schlechte Idee, wenn man der Auffassung ist, dass immer mehr bürgerliche Rechte und Pflichten auf den Staat zu übertragen sind. Wer vom Gedanken der Vollkaskogesellschaft nicht endlich Abstand nehmen möchte, der sollte wenigstens halbwegs eine Gleichstellung aller Lebensentwürfe sicherstellen. Warum sollen Familien, die ihre Kinderbetreuung selbst leisten (oder privat organisieren) schlechter gestellt sein als andere, und dann auch noch mit ihren Steuergeldern die Kitaplätze der anderen finanzieren?

.

Leider ist das Betreuungsgeld grottenschlecht konzipiert, da es die Bürokratie massiv fördert. Wer tatsächlich alle Kinder und deren Eltern gleichstellen möchte, sollte ALLEN Eltern die 150 € pro Kind auszahlen, im Gegenzug die Subventionen für Kitas senken und pro Kitaplatz 150 € mehr als heute verlangen. Erst dann herrscht echte Wahlfreiheit. Der Einfachheit halber hieße das, einfach das Kindergeld in der entsprechenden Lebensphase um 150 € zu erhöhen und es den Leuten selbst zu überlassen, wie sie ihr Betreuungsgeld einsetzen. Aber so etwas schafft ja keine neuen Arbeitsplätze in der Verwaltung und wäre für deutsche Verhältnisse viel zu einfach. Deshalb habe ich auch nicht die Illusion, dass derart simple Vorschläge auch nur angedacht werden ...

.

(up)


Kleines 1x1 als Poster

Poster Kleines Einmaleins


Asterix der Gallier

> Thema: Asterix und Obelix

Die Beliebtheit von Asterix und Obelix ist auch nach über 50 Jahren ungebrochen. Mit unserer Asterix Themenwelt haben wir den gallischen Helden ein Denkmal gesetzt. Entdecken Sie Asterix und Obelix Comics in verschiedenen Ausgaben, Asterix Filme, Asterix Spielsachen, Asterix Accessoires und vieles mehr!


> kleines 1x1

> Thema: Kleines Einmaleins

Das kleine Einmaleins gehört zu den wichtigsten Grundlagen der Mathematik. Unsere Themenwelt zeigt Ihnen Wege, wie das Auswendiglernen und Anwenden sicher gelingt!


> Horror Clown

Redaktion

Horror Clowns

> Als Clown zum Kinderfasching?

In unserer aufgeregten Zeit der allgemeinen Umbrüche kommt es zu seltsamen Verwerfungen, die man sich noch vor wenigen Jahren nicht hätte vorstellen können. Aktuell ist es unter anderem das sogenannte Horrorclown-Phänomen, das, in den USA schon länger bekannt, über den großen Teich herüberschwappt und manchen harmlosen Faschingsspaß schnell in bitteren Ernst umschlagen lassen kann. >>



527efb333