Notenstress

Abbildung: ©Rike/Pixelio
Mit der Einschulung kommt der Notenstress

So meistern Sie die Schulzeit Ihres Kindes

Nicht immer ist das Notensystem von Schulen wirklich durchschaubar. Klassenarbeiten bilden in den seltensten Fällen die tatsächlichen Fähigkeiten eines Kindes ab. Sie sind eine reine Momentaufnahme des Kurzzeitgedächtnisses und zeigen lediglich, ob das Kind in der Lage ist, das aktuell geforderte Wissen schnell aufzunehmen und zu einem exakten Zeitpunkt und unter Zeitdruck wieder aufs Papier zu speien. Ob das Kind jedoch in der Lage ist, das erlernte Wissen kreativ anzuwenden und fächerübergreifend zu kombinieren, sprich: auch nur irgendetwas Brauchbares damit anzufangen, darüber schweigen die Schulnoten sich aus.

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Nicht selten sind es gerade die kreativen Kinder, die nur schlecht mit dem heute gängigen System der Schulnoten zurechtkommen. Während sie in ihrer Freizeit mühelos mit komplexen Themen jonglieren, sind sie dank der Schulnoten vollkommen blockiert, wenn es »ernst« wird. Klar: Sie denken nur noch an die Schulnoten, nicht mehr an den eigentlichen Lernstoff. Den hassen sie längst, denn er ist ja der Anlass für das quälende Notensystem.

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Richtig schlimm wird es für Kinder dann, wenn ihre Eltern die Schulnoten auch noch ernst nehmen. Die Kleinen kämpfen dann alleine in einem Zweifrontenkrieg zwischen Schule und Elternhaus. Rückt das Schulzeugnis näher, sind sie schon wochenlang im Stress wegen des zu erwartenden Donnerwetters. Zeugnissorgen sind heute eines der belastendsten Themen, wenn es um ein friedliches Familienleben geht.

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Liebe Eltern: Keine noch so schlechte Schulnote und auch kein vermasseltes Schulzeugnis sollte einen Keil zwischen Sie und Ihr Kind treiben! Denken Sie bitte immer daran: Für Ihr Kind ist die Schule ein reiner Überlebenskampf, bei dem Sie es bestärken und ermutigen, nicht aber deprimieren sollten. Kommt ein Krieger nach verlorener Schlacht ins Lazarett, wird er schließlich auch nicht verprügelt, sondern gesund gepflegt.

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Vermindern Sie den Notenstress!

Im Folgenden finden Sie neun Tipps, die zu mehr Gelassenheit im Umgang mit Schulnoten und Schulzeugnissen führen können:

  1. Ein absolutes No-Go: Niemals und unter keinen Umständen sollten Sie Ihr Kind für eine schlechte Schulnote beschimpfen oder gar schlagen. Wenn Sie zornig über das Malheur sind, dann atmen Sie tief durch und holen Sie Ihre eigenen alten Zeugnisse raus. Hand aufs Herz: Waren Sie immer eine Leuchte in der Schule?
  2. Ist Ihr Kind selbst bedrückt über seine Schulnoten? Dann nehmen Sie sich die Zeit für ein konstruktives Gespräch in ruhigem Ton. Analysieren Sie das Problem gemeinsam und beraten Sie, wie Ihr Kind seine Noten verbessern oder noch besser: sie gelassen akzeptieren könnte.
  3. Füttern Sie nicht endlos lang den milliardenschweren Nachhilfemarkt (obwohl es dort auch wirklich gute Angebote gibt): Letztendlich ist nichts als ein Zeichen für das Versagen des Schulsystems. Der Staat hat das Bildungsmonopol an sich gerissen, will aber nur ungerne zugeben, dass er es nicht wirklich ausfüllen kann. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass Eltern bedenkenlos Milliarden für die Selbsthilfe ausgeben, um die strukturellen Probleme zu vertuschen. Nehmen Sie Nachhilfe nur im gezielten Einzelfall in Anspruch: in einem bestimmten Fach, bei besonders schwierigen Themen, oder um Lücken nach einer längeren Krankheitszeit zu schließen. Keinesfalls sollte Nachhilfe zum jahrelangen Dauerzustand werden, denn die Kinder haben in der Schule mehr als genug zu tun!
  4. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind arbeitet schludrig und lässt die Zügel schleifen, dann nennen Sie es nicht einfach faul. Fragen sie es, warum es sich so gar nicht für die Inhalte der Schule interessiert und stellen Sie gegebenenfalls unnötige Ablenkungen ab. Entwickeln Sie Gelassenheit und ermutigen Sie Ihr Kind, wenigstens so viel für die Schule zu tun, damit es irgendwie besteht. Merke: Besondere Schulleistungen waren noch nie eine Garantie für späteren beruflichen Erfolg.
  5. Versuchen Sie konsequent, Ihrem Kind trotz der Schule die Begeisterung für die wichtigsten Wissensgebiete zu erhalten. Erklären Sie ihm, wozu man das Gelernte eines Tages eventuell brauchen kann. Nutzen Sie dazu seine alterstypischen Interessen und schaffen Sie, wo immer es geht, Verbindungen zwischen dem Schulstoff und dem Leben: »Wenn Du erst richtig Englisch kannst, dann schauen wir Harry Potter im Original an, das macht noch viel mehr Spaß!«
  6. Verderben Sie Ihrem Kind nach der Vergabe der Schulzeugnisse in keinem Fall die Ferien durch permanentes Meckern oder Zwangslernen. Dadurch wird nichts besser, im Gegenteil!
  7. Wenn Sie das Gefühl haben, mit der Schule gegen Ihr Kind zusammenarbeiten zu müssen, dann fragen Sie sich, ob Sie tatsächlich die richtigen Prioritäten gesetzt haben. Schämen Sie sich, legen Sie das Obrigkeitsdenken ab und zeigen Sie Ihrem Kind, dass es ein Leben außerhalb der Schule gibt!
  8. Geben Sie Ihrem Kind ausreichende Gelegenheit, sich mit anderen interessanten Dingen zu beschäftigen, auch wenn sie sich nicht sofort in guten Schulnoten niederschlagen.
  9. Die »Katastrophe« ist passiert, Ihr Kind muss eine Ehrenrunde drehen? – Na und, das mussten andere auch schon. Was ist daran so schlimm? Machen Sie kein Drama daraus, dann tut Ihr Kind es auch nicht.

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Mit ein wenig Gelassenheit und ganz viel Liebe werden Sie die Schulzeit gemeinsam mit Ihrem Kind sicher meistern. Machen Sie Schulnoten oder Schulzeugnisse nicht zum Maß aller Dinge: Die meisten Qualitäten eines Menschen sind damit nämlich in keiner Weise messbar.

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(up)


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